Immobilienmarkt Nürnberg – Preise, Chancen und Trends 2026

von | 10. Apr. 2026 | Neu, Hausverkauf, Immobilienkauf, Immobilienverkauf, Wohnungsverkauf

Im 1. Quartal 2026 zeigte sich der Nürnberger Immobilienmarkt überwiegend stabil, auch wenn der Aufwärtstrend erste Dämpfer bekommt. Während die Preise für Eigentumswohnungen in Nürnberg noch moderat steigen (+ 0,5 %), sinken die Preise für Häuser leicht ab (- 1,0 %). Höhere Bau- und Handwerkerkosten, steigende Bauzinsen nahe der 4-Prozent-Marke und eine schwächelnde Konjunktur machen sich als Erstes bei den Hauspreisen bemerkbar. Wir zeigen Ihnen, wie sich die Immobilienpreise in Nürnberg entwickelt haben, was die neuen Bodenrichtwerte und der aktuelle Grundstücksmarktbericht aussagen und wie es 2026 am Immobilienmarkt weitergeht.

Das Wichtigste in Kürze
🏢Wohnungen: Preise steigen leicht weiter (+0,5 %)
🏠Häuser: Erste Preisrückgänge sichtbar (-1 %)
📈Bauzinsen: Wieder nahe der 4-Prozent-Marke
📍Bodenrichtwerte: Kaum Veränderungen seit 2024
📰Grundstücksmarkt: Mehr Verkäufe in 2025, Neubau deutlich belebt
🔑Mieten: Weiter steigende Wohnungsmieten, Häuser leicht rückläufig
💬Marktlage: Käufermarkt mit wachsender Verhandlungsbereitschaft

Immobilienpreise in Nürnberg 2026

Die Immobilienpreise in Nürnberg haben bewegte Jahre hinter sich. Großereignisse wie die Corona-Pandemie oder der Krieg in der Ukraine beeinflussten die Weltwirtschaft stark und sorgten für ein Auf und Ab am Immobilienmarkt.

Ein kurzer Rückblick, wie sich die Immobilienpreise in Nürnberg in den vergangenen Jahren entwickelt haben.

Entwicklung der Immobilienpreise in Nürnberg

  • 2021: Die Auswirkungen der Corona-Pandemie werden auch bei den Immobilienpreisen spürbar: Die Preiskurve zeigt, vor allem bei Häusern, steil nach oben. Denn die Nachfrage nach den eigenen vier Wänden ist groß, das Angebot an Kaufimmobilien dagegen gering und die Zinsen für Baudarlehen sind niedrig.
  • 2022: Das Jahr 2022 bringt mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine die deutliche Trendwende auf dem deutschen Immobilienmarkt. Nachdem die Preise für Wohnungen mit 4.304 €/m² und Häuser mit 5.081 €/m² im dritten Quartal ihren Höchststand der vergangenen Jahre erreicht haben, sinken die Immobilienpreise in Nürnberg zum Jahresende erstmals stark.
  • 2023: Für die Immobilienpreise in Nürnberg geht es aufgrund der Wirtschaftskrise und der damit verbundenen wirtschaftlichen Unsicherheit in 2023 weiter bergab: Eigentumswohnungen kosten in Q4 im Schnitt 9,9 % weniger, Häuser 7 % weniger als noch im Vorjahr (Q4/2022)
  • 2024: Nachdem die Immobilienpreise für Wohnungen und Häuser in Nürnberg im ersten Halbjahr 2024 ihren bisherigen Tiefpunkt der letzten Jahre (3.720 €/m² für Wohnungen, 4.414€/m² für Häuser) erreicht haben, gibt es seit Mitte 2024 eine spürbare Stabilisierung am Immobilienmarkt: Die Angebotspreise steigen wieder leicht an. 
  • 2025: Der Immobilienmarkt verzeichnet im ersten Halbjahr erneut moderate Preissteigerungen bei Häusern und Wohnungen. Diese haben sich auch im letzten Quartal des Jahres fortgesetzt. 2026 wird immer noch ein guter Zeitpunkt für Immobilienkäufer sein.

Werfen wir einen Blick auf die aktuellen Zahlen (Quelle: Immobilienscout24 und immowelt).


Immobilienpreise Nürnberg - Entwicklung von Q1 2022 bis Q1 2026

Kaufpreise Eigentumswohnungen und Häuser

Bis Mitte 2022 kannte die Immobilienpreiskurve nur den Weg nach oben. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Eigentumswohnungen stieg im 3. Quartal 2022 auf bis zu 4.099 €. Anschließend machte sich ein deutlicher Rückgang der Preise bemerkbar. In Q2/2024 war der durchschnittliche Quadratmeterpreis auf 3.482 €/m² gesunken. Im dritten und vierten Quartal 2024 sind die Preise erstmals wieder gestiegen, dieser Trend setzt sich auch in 2025 fort. Auch im ersten Quartal 2026 steigen die Kaufpreise für Wohnungen noch weiter moderat an: Eigentumswohnungen kosten mit 3.679 €/m² im Schnitt 0,5 % mehr als noch in Q4/2025.

Ein Beispiel: Für eine Wohnung mit ca. 60 m² Wohnfläche zahlten Immobilienkäufer im ersten Quartal 2025 im Durchschnitt 211.260 € – im ersten Quartal 2026 sind es 220.740 €. Das macht ein Plus von 9.480 €.

Kaufpreise für Wohnungen in Nürnberg - Beispiel Vergleich Q1 2025 und Q1 2026

Beim Preisniveau für Häuser verhält es sich lange Zeit ähnlich. Im dritten Quartal 2024 sind die Preise für Häuser im Vergleich zum Vorquartal durchschnittlich wieder um 0,3 % auf 4.430 €/m² gestiegen, nachdem sie in Q1/2024 mit 4.414 €/m² ihren vorläufigen Tiefststand der letzten Jahre erreicht hatten. Im ersten Quartal 2026 zeigt sich nach den moderaten Preisanstiegen 2025 bei den Hauspreisen erstmals ein Dämpfer: Im Durchschnitt kosten Häuser 1 % weniger als im Vorquartal.

Ein Beispiel: Ein Haus mit ca. 130 m² Wohnfläche kostete 2025 um die Zeit durchschnittlich 552.630 €. Ein Jahr später, in Q1/2026, liegt der Preis bei 579.280 €. Das macht einen Unterschied von 26.650 €. Während der „heißen“ Immobilienphase in 2022 hätten Hauskäufer 650.130 € zahlen müssen.

Nachdem sich derNürnberger Immobilienmarkt in 2025 erholt hatte – mit leichten Preissteigerungen sowohl bei Eigentumswohnungen als auch bei Häusern, schlagen sich die gestiegenen Finanzierungskosten nun Anfang 2026 als Erstes bei den sinkenden Preisen für Häuser nieder.

Immobilienkauf: Stadtteile im Preisvergleich

Die Immobilienpreise in Nürnberg variieren je nach Stadtteil – und häufig auch je nach Wohnviertel. Gefragte Lagen wie die Nürnberger Nordstadt liegen im oberen Bereich des Kaufpreisspektrums, während Stadtteile mit attraktivem Preisniveau oder Entwicklungsspielraum noch interessante Chancen für Käufer und Investoren bieten. Um die Unterschiede greifbarer zu machen, haben wir uns drei Stadtteile näher angeschaut: zwei gefragte Klassiker und ein Stadtviertel, das aktuell viel Bewegung zeigt.

Gefragte Lagen

St. Johannis
Mit zahlreichen Altbauten, den historischen Hesperidengärten und dem Pegnitzgrund in der Nähe ist St. Johannis nicht nur einer der ältesten Stadtteile Nürnbergs, sondern auch einer der schönsten. Das vielfältige Gastronomie-, Kultur- und Einkaufsangebot sowie die kurzen Wege in die Altstadt und zu mehreren großen Arbeitgebern ziehen vor allem jüngere Fachkräfte in das Viertel.

  • Kaufpreise Wohnungen: aktuell 3.995 €/m²; 2025: 3.962 €/m²
  • Kaufpreise Häuser: aktuell 5.453 €/m²; 2025: 5.528 €/m²

Mögeldorf
Am östlichen Stadtrand von Nürnberg gelegen, verlaufen sowohl Teile der Grünanlagen des Wöhrder Sees als auch der Pegnitzauen durch den Stadtteil – ideal zum Joggen, Spazierengehen und Radfahren. Der hohe Freizeitwert (u. a. Tiergarten) ist besonders bei Familien und Berufstätigen gefragt.

  • Kaufpreise Wohnungen: aktuell 3.957 €/m²; 2025: 3.924 €/m²
  • Kaufpreise Häuser: aktuell 5.436 €/m²; 2025: 5.511 €/m²

Mit Entwicklungspotenzial

Eberhardshof
Ursprünglich durch Industrie geprägt, erlebt der Stadtteil Eberhardshof aktuell einen großen Wandel. Hier entsteht etwa auf dem ehemaligen Gelände des Quelle-Versandzentrums mit „The Q“ ein lebendiges Wohnviertel mit 385 Eigentumswohnungen, Supermärkten, Kita, Drogerie, Bank und Gastronomie.

Ebenfalls revitalisiert wurden bereits Teile des ehemaligen AEG-Geländes und zu Büro- und Laborflächen sowie Werkstätten für Kunst- und Kulturschaffende umgestaltet. Im Nord-Areal wird ein urbanes Wohnquartier mit dem neuen Technologiecampus der TH Nürnberg geschaffen.

  • Kaufpreise Wohnungen: aktuell 3.463 €/m²; 2025: 3.434 €/m²
  • Kaufpreise Häuser: aktuell 4.443 €/m²; 2025: 4.504 €/m²

Steigende Bauzinsen

Für viele Kaufinteressenten sind die Bauzinsen der wichtigste Faktor bei ihrer Finanzierung. Wie hoch die Bauzinsen sind, wird vor allem durch die Entwicklung am Kapitalmarkt beeinflusst. Einen direkten Einfluss haben die Zinsen für Pfandbriefe – der Leitzins der Europäischen Zentralbank beeinflusst die Bauzinsen dagegen eher indirekt.

Rückblick

In den vergangenen Jahren haben die Bauzinsen ein wahres Auf und Ab erlebt. Bis 2022 lagen sie bei unter 1 % für ein 10-jähriges Darlehen. In 2022 und 2023 ging es steil nach oben bis zum vorläufigen Höhepunkt mit 4,23 % Ende 2023.

Danach zeigte der Trend nach unten. In 2024 und 2025 hatten sich die Bauzinsen zwischen 3,2 und 3,8 % eingependelt.

Status quo

Der Krieg im Nahen Osten sorgt für Inflationsangst und viel Bewegung am Zinsmarkt: Die Bauzinsen steigen aktuell wieder. Waren sie von Mitte Januar bis Anfang März 2026 bis auf 3,55 % für ein 10-jähriges Darlehen abgesunken, liegen sie zu Beginn des zweiten Quartals bei 3,93 %.

Prognose

Experten für Hypothekenzinsen sind sich aktuell uneinig, wie es am Zinsmarkt weitergeht. Weiter steigende Zinsen sind jedoch gut denkbar. Für Immobilienkäufer lautet deshalb die Empfehlung: Vergleichen Sie Angebote verschiedener Banken und nutzen Sie die Beratung unabhängiger Finanzvermittler.

Quelle: interhyp.de/zinsen

Report: Immobilienmarkt Nürnberg

Die aktuellen 💸Preisentwicklungen für Häuser und Wohnungen, 📈Bauzinsen, 🏠Mietpreise und💡Prognosen in einem PDF kurz und knapp zusammengefasst. 
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Mietpreise für Häuser sinken

Während die Kaufpreise eine Berg- und Talfahrt hinter sich haben, zeigt sich bei den Mietpreisen eine andere Entwicklung. Sowohl für Häuser als auch für Wohnungen ist der durchschnittliche Quadratmeterpreis in der Vermietung seit Jahren kontinuierlich gestiegen – von 10,64 €/m² in 2022 auf aktuell 11,93 €/m² bei den Wohnungen. Das macht z. B. bei einer 85 m² großen Wohnung eine höhere Kaltmiete von rund 110 € im Monat aus. Die Mietpreise für Häuser sinken im 1. Quartal 2026 erstmals im Vergleich zum Vorjahr etwas ab – von 13,17 €/m² auf 13,03 €/m².

Für Kapitalanleger sind steigende Mieten für Wohnungen gute Nachrichten, da sie mit einer höheren Mietrendite rechnen können. Auch für Immobilienbesitzer ist die Entwicklung der Mietpreise interessant. Denn die Jahresnettokaltmiete wird bei der Wertermittlung einer Immobilie mit herangezogen. Eine höhere Jahresnettokaltmiete bedeutet in der Regel eine Steigerung des Immobilienwerts.

Die Grundlage für Mietberechnungen und -erhöhungen bildet der Mietspiegel Nürnberg, der alle zwei Jahre veröffentlicht wird. Im August 2026 wird es wieder einen neuen Mietspiegel geben.

Prognose für den Nürnberger Immobilienmarkt

Was die aktuelle Entwicklung am Nürnberger Immobilienmarkt für Käufer und Verkäufer bedeutet und welche Neuerungen den Immobilienmarkt zukünftig beeinflussen werden, zeigt unsere Einschätzung und Prognose.

Höhere Sensibilität bei Käufern

Aktuell sehen sich Käufer durch die steigenden Bauzinsen höheren Finanzierungskosten und höheren Lebenshaltungskosten (u. a. durch den Krieg im Nahen Osten) gegenüber. Zusätzlich verunsichern mögliche Kosten für Sanierungen bzw. energetische Sanierungen die Käufer, so dass bei diesen Themen eine wesentlich höhere Sensibilität spürbar ist als noch vor einigen Jahren. Die Planbarkeit für solche Zusatzkosten ist nicht besonders gut. Daher muss hierfür bei sanierungsbedürftigen Immobilien weiteres Geld bereitgestellt werden, das dann nicht als Eigenkapital für die Anschaffung selbst genutzt werden kann.

Mehr Verhandlungsbereitschaft bei Verkäufern

Viele Verkäufer sind inzwischen verhandlungsbereiter als noch vor zwei oder drei Jahren, aber nicht automatisch auch realistisch. Gerade Eigentümer mit emotional hoher Bindung (lange Eigennutzung) oder älteren Preisbildern aus der Immobilien-Hochphase („Aber der Nachbar hat vor vier Jahren für x Euro verkauft“) tun sich oft noch schwer, das veränderte Käuferverhalten vollständig nachzuvollziehen. Da der Markt aktuell ein Käufermarkt ist (mehr Angebot als Nachfrage), muss von Seiten der Verkäufer ganz automatisch mehr Verhandlungsbereitschaft vorhanden sein.

Neuerungen beim Heizungsgesetz

Spannend bleibt vor allem die angekündigte Überarbeitung des Gebäudeenergiegesetzes: Die Politik hat sich Ende Februar 2026 auf Eckpunkte für ein neues Gebäudemodernisierungsgesetz verständigt, das technologieoffener und flexibler werden soll. Aktuell gilt zwar weiterhin die bestehende GEG-Rechtslage (neue Heizungen müssen zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbarer Energie laufen),in Großstädten wie Nürnberg ab spätestens 30. Juni 2026. Es steht dazu aber eine Lockerung im Raum, nach der moderne Gas- und Ölheizungen beim Tausch wieder zulässig wären.

Neue Lagequalitäten in Nürnberg

Für Nürnberg sehen wir einige lokale Impulse, die den Markt mittel- und langfristig prägen: Neue Quartiere wie „The Q“, Lichtenreuth und das Tiefe Feld erweitern das Wohnangebot und schaffen neue Lagequalitäten, die auch auf die direkt umliegenden Wohnlagen ausstrahlen werden. Der Nürnberger Südwesten wird sehr von der Anbindung an die U-Bahn durch die geplante Linienerweiterung profitieren.

Im Zentrum sind die Entwicklung des Kaufhof-Areals, inklusive ehemaligem CityPoint, sowie die Aufwertung von Königstraße, Breiter Gasse und Lorenzer Passage Faktoren, die die Wahrnehmung der Innenstadt positiv verändern. Dazu wird auch die bald startende Vorbereitung der Landesgartenschau 2030 („Urbane Gartenschau“) kräftig beitragen.

Selektiver Immobilienmarkt in 2026

In diesem Jahr erwarten wir in Nürnberg weiterhin einen selektiven Immobilienmarkt. Richtig eingewertete Immobilien mit guter Qualität werden verkauft, während austauschbare oder modernisierungsbedürftige Objekte stärker unter Rechtfertigungsdruck geraten. Das heißt, bei diesen Objekten muss mit einer deutlich längeren Stehzeit am Markt gerechnet werden. Käufer bleiben wegen hoher Finanzierungskosten, Energiefragen und Sanierungskosten vorsichtig bis zurückhaltend. Dadurch entscheidet vor allem Preisrealismus, Zustand und klare Positionierung der Immobilie über den Verkaufserfolg.

Ist jetzt ein guter Zeitpunkt für den Kauf?

Es ist aktuell auf jeden Fall ein guter Zeitpunkt für den Immobilienkauf. Es gibt ein breites Angebot an Immobilien und die potentiellen Käufer haben gute Chancen, den Preis zu verhandeln – vor allem bei sanierungsbedürftigen Wohnungen und Häusern.

>> Jetzt lesen: 4 Gründe, warum aktuell ein guter Zeitpunkt ist, eine Wohnung in Nürnberg zu kaufen

Grundstücksmarktbericht Nürnberg

Einen genaueren Überblick zu den Immobilienpreisen und -entwicklungen in Nürnberg liefert der jährliche Grundstücksmarktbericht der Stadt Nürnberg: Auf Grundlage aller registrierten Kaufverträge in Nürnberg ermittelt hierfür der Gutachterausschuss der Stadt statistische Daten zur Preisentwicklung sowie der Anzahl der getätigten Immobilien- und Grundstücksverkäufe. Das sind einige der Erkenntnisse aus 2024-2025.

Grundstücksmarktbericht Nürnberg 2025

Der Nürnberger Immobilienmarkt war in 2025 weiter im Aufwärtstrend: Das zeigen vor allem die deutlich gestiegenen Verkaufszahlen und der höhere Geldumsatz. Im letzten Jahr wurden 5.621 Grundstücke, Häuser und Wohnungen verkauft, während es in 2024 nur 4.666 Transaktionen waren.

Der Geldumsatz stieg nicht ganz so deutlich, aber immerhin von 2,3 Milliarden Euro auf rund 2,4 Milliarden Euro. Was die Anzahl der Verkäufe betrifft, ist damit wieder das Niveau von 2021 erreicht beziehungsweise sogar übertroffen. Die Umsatzzahlen der Boomjahre werden dagegen noch nicht wieder erreicht.

Es wurden in 2025 mehr Häuser verkauft (1.053) als noch im Vorjahr, auch wenn Eigentumswohnungen wieder den größten Anteil ausmachten (3.926). Bei den meisten handelte es sich um Bestandsimmobilien (2.902) – der Neubau zeigt sich aber weitaus erholter als in den Vorjahren, die Anzahl der Verkäufe von neu gebauten Eigentumswohnungen (729) hat sich im Vergleich zu 2024 verdoppelt.

Und das obwohl die durchschnittlichen Preise beim Neubau deutlich gestiegen sind: Die Spanne reicht nun bei Eigentumswohnungen von 5.700 bis 9.500 €/m², ein Jahr zuvor lag sie bei 4.500 bis 8.800 €/m².

Grundstücksmarktbericht Nürnberg 2024

Der Nürnberger Immobilienmarkt hat sich im Jahr 2024 erholt: Das zeigen nicht nur steigende Verkaufszahlen, sondern auch ein deutlich höherer Geldumsatz. Im letzten Jahr wurden 4.610 Grundstücke, Häuser und Wohnungen verkauft – 2023 gab es nur 3.575 Transaktionen. Der Geldumsatz stieg von 1,7 Milliarden Euro auf rund 2,3 Milliarden Euro erheblich an. Auch wenn Verkäufe und Umsatz trotzdem noch weit hinter den langjährigen Höchstwerten liegen, sind das sehr positive Entwicklungen für den Immobilienmarkt in Nürnberg.

Zwei Drittel des Umsatzes machte der Wohnimmobilienmarkt aus. Eigentumswohnungen wurden am meisten verkauft (3.205) – dabei handelte es sich bei den meisten um Bestandsimmobilien (2.588). Die Verkäufe von Neubauten – Eigentumswohnungen wie Häuser – stiegen zwar leicht an, bewegen sich aber immer noch auf niedrigem Niveau.

So haben sich die Preise für Immobilien entwickelt: Bei den Wohnungen sind Bestandsimmobilien leicht teurer geworden, Neubauwohnungen zeigen sich stabil. Die Preise für Einfamilienhäuser (minus 2 %), Doppelhäuser und Reihenhäuser (minus 4 %) sind moderat zurückgegangen. Mehrfamilienhäuser sind 5 % teurer geworden.

Immobilienverkauf (un)möglich? Das sollten Eigentümer jetzt beachten

Die heutigen Immobilienkäufer sehen sich einem großen Angebot gegenüber und haben weniger Entscheidungsdruck. Die Vermarktungszeiten haben sich dadurch verlängert und die Interessenten sind deutlich kritischer und damit auch schneller bei einem „Nein“ zur Immobilie, wenn nicht alles passt. Der Markt hat sich vom Verkäufer- zum Käufermarkt gedreht.

Ist daher überhaupt ein guter Zeitpunkt für den Verkauf? Ja, denn ein angespannter Markt bedeutet nicht, dass ein Verkauf unmöglich ist. Mit der richtigen Vorbereitung und einer realistischen Sicht auf den Markt ist das auch weiterhin realisierbar. Diese 3 Punkte sind dabei entscheidend.

Preisübertreibungen adieu – auf den richtigen Verkaufspreis kommt es an

Vor dem großen Umschwung am Immobilienmarkt konnte man – etwas überzogen dargestellt – alles für jeden Preis verkaufen. Das funktioniert spätestens jetzt nicht mehr. Selbst wenn man sich am greifbar ermittelten Verkehrswert einer Immobilie orientiert, ist es oftmals schon nicht leicht, einen Käufer zu finden. Das gilt für Eigennutzer wie für Kapitalanleger. Bei Investoren waren die Renditeerwartungen während der Niedrigzinsphase relativ entspannt: Bei Neubau waren 2% – 2,5% normal, bei Bestandsimmobilien 3% – 3,5%. Mittlerweile ist die Renditeerwartung stark angestiegen und bewegt sich deutlich jenseits der 4%. Im Umkehrschluss sinken dadurch die erzielbaren Verkaufspreise bei Kapitalanlageimmobilien.

Natürlich verstehen wir, dass Sie beim Verkauf ungern Abstriche machen möchten. Aber derzeit lassen sich keine Immobilienpreise wie vor 3 Jahren erzielen. Daher gilt:

  • Steigen Sie nicht zu hoch ein: Das schreckt potenzielle Käufer ab und wenn Sie den Preis nach ein paar Monaten ändern, öffnet das die Türen für weitere Preisverhandlungen. Käufer beobachten nämlich den Markt genau.
  • Starten Sie nicht zu niedrig: Das ist zu Ihrem Nachteil und kann ebenfalls abschreckend auf Interessenten wirken, da sie automatisch von einem Haken ausgehen.

Um den Verkaufspreis richtig einzuschätzen, haben Sie 3 Optionen:
Entweder Sie versuchen es auf eigene Faust und orientieren sich beim Preis an vergleichbaren Immobilien am Markt, Sie nutzen eines der vielen Online-Bewertungstools oder Sie lassen einen Experten (z.B. Makler, Gutachter) eine Wertermittlung erstellen. Das Gute daran ist: Eine Einschätzung vom Immobilienprofi ist in der Regel kostenfrei und verpflichtet nicht zur Beauftragung des Maklers. Eine Kontaktaufnahme kann also nicht schaden. Im Gegenteil: Es gibt Ihnen mehr Sicherheit beim Preis – und Sie können auch danach noch entscheiden, ob Sie mit oder ohne Makler verkaufen wollen.

Gut zu wissen
Eine Analyse von Immowelt zeigt, dass z.B. eine offene Küche, ein Balkon bzw. eine Terrasse und eine separate Gäste-Toilette gefragt sind – und damit höhere Preise erzielt werden können. Auch besondere Wohnformen wie Lofts oder Penthäuser sind angesagt und liegen preislich höher als andere Wohnungen. Doch nicht nur Faktoren, die die Wohnqualität beeinflussen, sondern auch die Energiebilanz hat einen starken Einfluss auf den Wert der Immobilie. So kosten deutschlandweit Häuser mit der besten Energieeffizienzklasse (A+) im Schnitt knapp 16 % mehr als Häuser mit einer mittleren Energieklasse (D). Im Vergleich zur niedrigsten Klasse (H) werden sogar 30 % höhere Preise erzielt. Für Wohnungen liegt zwischen Immobilien der Klasse A+ und der Klasse D ein Preisunterschied von knapp 23 %. Die Gesamtspanne der preislichen Abweichungen (Klasse A+ bis H) zeigt sich hier mit knapp 27 % etwas niedriger als bei Häusern.

Kein 08/15 mehr – eine ansprechende Vermarktung ist gefragt

Wie Sie oder Ihr Makler die Immobilie präsentieren, ist ein weiterer wichtiger Baustein eines erfolgreichen Verkaufs. Denn gerade, wenn das Angebot hoch und die Nachfrage geringer ist, sollte Ihr Angebot positiv in den Immobilienportalen herausstechen.

  • Gute Immobilienfotos sind ein Muss.
  • Beschreiben Sie in den Anzeigen die Immobilie (Ausstattung, Besonderheiten, Grundriss etc.), Lage und Infrastruktur genau.
  • Mehr hilft mehr: Ihr Immobilienangebot sollte in möglichst vielen Immobilienportalen (u.a. Immowelt, Immobilienscout24, Kleinanzeigen) auftauchen; auch Zeitungsanzeigen oder ein Schild an der Immobilie sind eine Option. Wie oft kommen Käufer oder Tippgeber aus der eigenen Nachbarschaft?

Gehen Sie bei der Erstellung der Anzeige oder des Exposés am besten von sich aus: Was würde Sie an einer Immobilie interessieren? Was wäre Ihnen in einer Anzeige besonders wichtig? Sehen Sie sich ruhig auch andere Immobilienangebote an, um ein Gefühl für Fotos und Informationen zu bekommen.

Gute Vorbereitung ist alles – und Flexibilität bei (Preis-)Verhandlungen

Viele Kaufinteressenten können sich aufgrund des höheren Zinsniveaus und verschärfter Kreditrichtlinien momentan nur schwer Wohneigentum leisten. Darauf haben Sie als Verkäufer natürlich keinen Einfluss, aber Sie sollten sich dessen bewusst sein. Der Verkauf kann dadurch sehr viel länger dauern oder aufgrund einer abgelehnten Finanzierung auch auf der Zielgeraden fehlschlagen.

  • Haben Sie daher Geduld.
  • Seien Sie flexibel, wenn es um (Preis-)Verhandlungen geht. Wenn Sie das Gefühl haben, den richtigen Käufer gefunden zu haben, können Sie ihm ruhig in einem für Sie sinnvollen Rahmen preislich entgegenkommen.
  • Bereiten Sie für die Bank notwendige Unterlagen vor, um weitere Verzögerungen zu vermeiden. Dazu gehört u.a. eine Baubeschreibung, ein bemaßter Grundriss, eine Wohnflächenberechnung, der Energieausweis und bei Eigentumswohnungen z.B. die Teilungserklärung.


Auch wenn es weniger Immobiliendarlehen gibt, sind die Bearbeitungszeiten bei den Banken gefühlt deutlich länger geworden. Wo man früher nach 2-3 Wochen schon eine Rückmeldung hatte, wartet man jetzt zum Teil schon 6-8 Wochen. Und es werden auch mehr Unterlagen eingefordert und tatsächliche Bankbesichtigungen in der Immobilie durchgeführt. Alles nicht verkehrt, da es der Sicherheit dient, aber es verzögert den Ablauf merklich.

Wie lange dauert es aktuell, eine Immobilie zu verkaufen?

Das kommt darauf an. Die Dauer des Verkaufs hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wie ist die Lage der Immobilie? Um welche Art der Immobilie handelt es sich (z.B. Einfamilienhaus, Reihenhaus, Studentenapartment, 4-Zimmer-Wohnung) – und ist die gerade gefragt? In welchem Zustand ist die Immobilie? Wie ist sie ausgestattet?

Im Schnitt sollten Sie für den Verkauf einer Immobilie 3 – 9 Monate einplanen. Doch je schwieriger die Marktlage, umso länger kann der Verkauf dauern.

Mit oder ohne Makler – was ist momentan besser?

Das liegt nach wie vor ganz bei Ihnen. Fragen Sie sich einfach: Bin ich bereit meine Zeit (und vor allem meine Nerven) in den Verkauf zu investieren? Oder greife ich bei Preisfindung, Vermarktung und Verhandlungen auf die Expertise eines Maklers zurück? Schnell kann der Aufwand, der hinter einem Privatverkauf steckt, zu viel werden. Und spätestens, wenn am Wochenende mehrfach das Telefon klingelt, Sie bei Besichtigungen versetzt werden oder wichtige Unterlagen für den Verkauf fehlen, wird es nervenaufreibend.

In unserer Infografik sehen Sie, welche To-do’s mit dem Verkauf einhergehen und welcher Aufwand im Schnitt dahintersteckt. Doch wie heißt es so schön: Unverhofft kommt oft. Wasserschaden in der leeren Wohnung? Fehlende Bauakten? Fragwürdige Eintragungen im Grundbuch? Das sind nur einige Beispiele aus unserem Arbeitsalltag. Als Immobilienprofi federn wir das für Sie ab.

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Immobilienkauf – neue Bedingungen für Käufer

Der Immobilienmarkt hat sich auch für Käufer gedreht – trotz wieder steigender Zinsen und etwas verteuerter Immobilienpreise ist aktuell ein guter Zeitpunkt für den Immobilienkauf. Hinzu kamen Verbesserungen bei den Fördermöglichkeiten für Familien, z. B. durch das Förderprogramm „Jung kauft Alt“ für Bestandsimmobilien, die energetisch saniert werden. Für Käufer ist es also nicht unmöglich geworden, Ihren Wunsch vom Eigenheim zu erfüllen. Mit der neuen Regierungsbildung sind auch im Immobilienbereich Veränderungen geplant: Es könnte sein, dass neue Fördermöglichkeiten geschaffen oder alte angepasst werden – wir informieren Sie rechtzeitig. Was beim Preis aktuell „noch drin ist“ und von welchen Förderungen Sie profitieren können, lesen Sie jetzt.

Immobilienförderung – so klappt es doch noch mit dem Eigenheim

Sowohl Bund, Länder als auch viele Städte unterstützen Käufer bei Ihrem Schritt in die eigenen vier Wände. In Bayern und auch speziell in Nürnberg gibt es dafür verschiedene Förderprogramme, u.a. für Familien mit geringem bis durchschnittlichem Einkommen. Im Rahmen dieser Programme gibt es zinsverbilligte Darlehen und Zuschüsse für den Bau oder den Kauf von Wohnimmobilien. Das gilt sowohl für eigengenutzte Häuser als auch Eigentumswohnungen. Auch für (energetische) Sanierungen werden Förderpakete, z.B. von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) geschnürt.

Sind jetzt größere Preisverhandlungen möglich?

Grundsätzlich sind Verhandlungen bei Bestandsimmobilien üblich, aber nie „einfach so“. Mögliche Ansatzpunkte sind z.B. notwendige Renovierungsmaßnahmen oder niedrigere Mieteinnahmen als ortsüblich (bei vermieteten Wohnungen) – immer vorausgesetzt, diese Punkte wurden nicht ohnehin beim Preis einkalkuliert. Je nachdem, wie lange eine Immobilie schon am Markt ist und wie realistisch der Ausgangspreis ist, sind viele Eigentümer momentan offener für Preisverhandlungen. Als Käufer sollten Sie es aber auch nicht übertreiben und mit zu abwegigen Preisvorstellungen an den Verkäufer herantreten. Damit könnten Sie schnell ganz aus dem Rennen sein.

Kapitalanlage: Wie steht es um die Nachfrage nach Mietimmobilien in Nürnberg?

Der Bedarf an Mietwohnungen in Nürnberg ist angesichts steigender Einwohnerzahlen ungebrochen hoch. So gehört Nürnberg zu den Großstädten in Deutschland, die noch immer einen Anstieg der Kaltmieten verzeichnen, so der Immowelt Mietkompass. Es ist zudem zu erwarten, dass der Verzug vieler Bauprojekte bzw. die Zurückhaltung beim Bau neuer Wohnungen die Preise am Mietmarkt weiter nach oben treibt. Für Kapitalanleger bedeutet das: Eine Investition in der Frankenmetropole macht absolut Sinn.

Fazit

Die Angebotspreise für Wohnungen haben sich im ersten Quartal 2026 weiter etwas verteuert, während die Hauspreise leicht gesunken sind. Eigentumswohnungen kosten 0,5 % mehr als im Vorquartal, Häuser 1 % weniger. Die Bauzinsen liegen zu Beginn des zweiten Quartals 2026 bei rund 3,95 %. Der Zeitpunkt für den Kauf einer Immobilie ist momentan weiterhin gut. Wer jetzt die passende Immobile für sich selbst oder als Kapitalanlage findet, kann guten Gewissens kaufen – der Immobilienmarkt in Nürnberg ist aktuell noch stabil.

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Tina Ebermann
Hallo erstmal,

wir sind ImmoNürnberg und getreu unseres Mottos „mehr als eine gute sitzende Krawatte“ haben wir uns seit 2018 als Immobilienmakler in Nürnberg fest etabliert. Unser Schwerpunkt liegt dabei auf dem Verkauf und der Vermietung von Wohnimmobilien. Unser Team ist bestens ausgebildet und berät Eigentümer, Kauf- und Mietinteressenten in allen Immobilienfragen. Auch die, die über den Tellerrand hinausgehen. 

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